Verfasst von: tronheimer | Oktober 27, 2007

Brauer wehren sich gegen neue Gen-Technik

BrauereiIn Ehingen übergaben  zehn Brauereien, darunter drei aus Oberschwaben, eine Liste mit Protestunterschriften an Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Brauereien und Unterzeichner fordern die Bundesregierung auf, sie solle sicherstellen, dass Bier auch weiterhin ohne gentechnisch manipulierte Inhaltstoffe gebraut werden kann. Die Brauereien haben seit dem Frühjahr 30.000 Unterschriften gesammelt, weit mehr als erwartet. Sie untermauern damit ihre Forderung, auch in Zukunft Bier nach dem Reinheitsgebot brauen zu können. Das heisst gentechnikfrei. Sollte der Bundestag den Anbau von gentechnisch verändertem Getreide vereinfachen – so wie das vorgesehen ist – dann befürchten die Brauer, dass ihr Bier damit belastet wird. Ausbaden müssen das am Ende die Bauern, sagt der Brauereichef. Viele Bauern haben sich verpflichtet, Getreide zu liefern, bei dem allenfalls eine ganz geringe, kaum nachweisbare Verunreinigung vorliegen darf. Wird der vereinbarte Grenzwert überschritten, weil der Wind zum Beispiel genmanipulierte Gerste in den Acker geblasen hat, dann nehmen Brauereien das Getreide nicht ab und die Bauern bleiben auf Gerste oder Weizen sitzen. Die Brauereien, neben Härle unter anderem die Kronenbrauerei Tettnang, Stolz in Isny oder die Bergbrauerei in Ehingen wollen das verhindern und mit den Unterschriften auf die Bundesregierung Druck ausüben.


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