Zu dem informellen Forum der G-20, das bei der Abstimmung internationaler Initiativen zunehmend an Bedeutung gewinnt, zählen die sieben führenden Industrieländer und wichtige Schwellenländer wie Russland, China, Indien und Brasilien sowie Indonesien, Korea, Australien, Argentinien, Mexiko, Türkei, Südafrika und Saudi Arabien.
Darüber hinaus sind auch der Internationale Währungsfonds [Glossar] (IWF) und die Weltbank [Glossar] Mitglieder. Das Bundesministerium der Finanzen wird bei dem Treffen durch Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen vertreten sein. Zum Abschluss des Treffens wird die G-20 einen Bericht veröffentlichen, der die Ergebnisse der Gespräche und Diskussionen zusammenfasst.
Im Mittelpunkt der Sitzungen wird die Diskussion über die aktuelle Finanzkrise stehen. Dabei werden neben einer Analyse der Ursachen vor allem Vorschläge beraten, wie sich eine solche Krise zukünftig vermeiden lässt. Auch werden die Mitglieder sich über die Wirksamkeit der bereits ergriffenen Maßnahmen zur Stabilisierung und zur Rettung angeschlagener Banken austauschen.
Um weitere Gefahren abzuwenden, sind international koordinierte Maßnahmen erforderlich. Im Mittelpunkt stehen dabei die Empfehlung des Financial Stability Forum (FSF), das sich zukünftig noch enger mit dem IWF abstimmen soll.
In Vorbereitung des am 15. November in Washington stattfindenden Weltfinanzgipfels der Staats- und Regierungschefs wird es in Sao Paulo auch eine Abstimmung über Weichenstellungen zur Neuordnung des globalen Finanzsystems geben.
Neben diesem aktuellen Fokus auf die Finanzmärkte [Glossar] werden sich die G-20 über die allgemeine Entwicklung der Weltwirtschaft austauschen. Dabei spielen die relativ hohen Inflationsraten in einigen Mitgliedsländern ebenso eine Rolle wie die Auswirkungen der hohen Nahrungs- und Energiepreise.
Auch werden die Teilnehmer sich über die Maßnahmen austauschen, die die Regierungen aktuell unternehmen, um konjunkturelle Gefahren aus der Finanzkrise abzufedern. Schließlich werden die internationalen Anstrengungen zur Sprache kommen, Fortschritte bei der Bekämpfung des Klimawandels zu erzielen.
Beraten und beschlossen wird auch das Arbeitsprogramm des kommenden Jahres. In 2009 übernimmt das Vereinigte Königreich die G-20 -Präsidentschaft. Die Briten haben bereits angekündigt neben der Finanzkrise die Themen „Klimawandel“, „Inflation [Glossar]“ und „Entwicklungsfinanzierung“ in den Mittelpunkt zu stellen.